Code: 01613930
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Romanistik - Vergleichende Romanistik, einseitig bedruckt, Note: 1,0, Universität Passau (Lehrstuhl für Romanische Sprachwissenschaft), Veranstaltung: Grammatikalisierung, 40 Quellen ... more
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Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Romanistik - Vergleichende Romanistik, einseitig bedruckt, Note: 1,0, Universität Passau (Lehrstuhl für Romanische Sprachwissenschaft), Veranstaltung: Grammatikalisierung, 40 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Verbalperiphrasen sind in den romanischen Sprachen, wenn auch nicht nur dort, sehr vitalund offen für Neuerungen bzw. diachrone Verschiebungen bezüglich deren Eigenschaftensowie Verwendungs- und Kombinationsmöglichkeiten. Aber auch synchron lassen sichsignifikante Unterschiede im Gebrauch der verschiedenen Periphrasen hinsichtlich derenFrequenz, ihrer diatopischen Verteilung, diamesischen Verwendung und semantischen bzw.morphosyntaktischen Restriktionen feststellen.Absolut gesehen, lassen sich Periphrasen als grammatikalisierte Strukturen verstehen.3Noch bedeutender als diese absolute Feststellung ist wahrscheinlich die Beobachtung, dassdie verschiedenen Verbalperiphrasen unter Anwendung eines relationalen Grammatikalisierungsbegriffsganz unterschiedliche Grammatikalisierungsgrade erreicht haben bzw.beim Durchlaufen eines Grammatikalisierungsprozesses unterschiedlich weit fortgeschrittensind. Dies gilt sowohl im einzelsprachlichen als auch im (inner- wie außerromanisch)zwischensprachlichen Vergleich.Im Rahmen der vorliegenden Arbeit soll nach einer kritischen Auseinandersetzung mitverschiedenen Definitionskriterien für Verbalperiphrasen und einer überblicksmäßigenDarstellung und Klassifizierung des Inventars an Verbalperiphrasen in den romanischenSprachen der Zusammenhang zwischen Grammatikalisierung und Verbalperiphrasen untersuchtwerden. Dies erfolgt unter diachronen, synchronen und kontrastiven Gesichtspunkten.So soll zunächst der Grammatikalisierungsmechanismus der Metaphorisierung mit anschließenderAnalogiebildung am Beispiel der portugiesischen Repetitivperiphrase dargestellt werden. Anschließend werden die italienischen aspektuellen Gerundialperiphrasenmit stare, andare und venire einer genaueren Untersuchung unterzogen. NebenBetrachtungen zu den charakteristischen Eigenschaften dieser Verbalperiphrasen sowie zueventuellen Restriktionen in deren Verwendung sollen daraus auch Rückschlüsse auf derenunterschiedlichen Grammatikalisierungsgrad bzw. -status gezogen werden. Auf wichtigeUnterschiede zu äquivalenten Konstruktionen etwa im Spanischen oder Englischen kannleider nur knapp hingewiesen werden.
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